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Wissenswertes über Goldfische 

Die in Ostasien beheimatete Silberkarausche ist die Stammform des Goldfisches. Bereits vor tausend Jahren begannen die Chinesen mit der Goldfischzucht. Anfangs, Mitte des 12. Jahrhunderts, waren es die Kaiser und Feudalherren, die sich Goldfischteiche anlegen ließen, in denen sich vorerst nur Fische von gleicher Form und Farbe befanden. Doch schon bald, Ende des 12. Jahrhunderts, wurden verschiedene Farbe wie rot und weiß und auch schon mehrfarbige Fische herausgezüchtet. Erst im 16. Jahrhundert entstanden die zahlreichen Goldfischformen: 

-   gewöhnlicher Goldfisch 

-   Schleierschwanz 

-   Kometenschweif 

-   Himmelsgucker 

-   Löwenkopf, 

..... Im 18. Jahrhundert wurde der Goldfisch durch reisende in der ganzen Welt verbreitet. 

In unserem Teich schwimmen gewöhnliche Goldfische und rot-weiße Kometenschweife. Die größeren Kometenschweife sind die Eltern der meisten kleineren Fische. Das sowohl gewöhnlich Goldfische, als auch Kometenschweife unter den Kleinen sind, ist auf die Vererbungslehre zurück zuführen. Wer also unbedingt nur Nachwuchs von Form und Farbe der Elterntiere haben möchte, sollte sich eingehend mit der Vererbungslehre und Zucht befassen. 

Die meisten unserer Lieblinge sind in einem Aquarium aufgewachsen. Dort haben sie gute Bedingungen ( vor allem ist es im Winter nicht zu kalt, so daß die Überlebensrate auf fast 100% steigt ). Sie lernen uns kennen und haben keine Angst vor einer Hand, die ins Wasser gehalten wird. Sie schwimmen sogar darauf zu und versuchen sie anzuknabbern. Auch im Teich, wo sie im Frühjahr in die " große Freiheit " entlassen werden, kommen sie sofort aus allen Verstecken, um sich streicheln zu lassen, sobald jemand am Teich steht. Besondere Leckerbissen fressen sie sogar aus der Hand. ( Sie sind jedoch schlau genug, um sich nicht fangen zu lassen. ) Beim Füttern sollte man einiges beachten: 

-   bei Temperaturen um die 10 °C Wassertemperatur das Füttern einstellen 
-   nicht zuviel Futter - nur so viel wie die Fische in etwa 5 min. fressen 
-   wenn möglich immer an der selben Stelle füttern, z.B. in einem Futterring 
-   Goldfische brauchen einen hohen Pflanzenanteil in ihrer Nahrung, wird dies
     nicht im Futter gewährt, fressen sie auch mal die Pflanzen, das geht bis zum 
     " Kahlfraß ", so daß nur noch die Pflanzenstengel stehen. 

Im Winter, wenn eine dicke Eis- und Schneedecke auf dem Teich liegt, sorgt ein Eisfreihalter für ein eisfreies Loch, über das der Sauerstoff in das Wasser und die giftigen Faulgase aus dem Wasser gelangen können. 
Im Frühjahr erwärmt sich das Wasser wieder auf 14-18 °C. Nun bekommen die Männchen ihren Leichausschlag ( weiße Pünktchen auf den Kiemendeckeln ), die Weibchen werden dicker und eines Morgens bei Sonnenaufgang beginnt ein recht prutale aussehendes Liebesspiel. Die Männchen " treiben " die Weibchen und boxen sie mit ihrem Maul in den Bauch, das wiederum regt das Weibchen an etwa 50 Eier abzulegen, die das Männchen gleich befruchtet. Dieses Liebesspiel wiederholt sich über mehrere Stunden, wobei ein Weibchen bis zu 6000 Eier legen kann. Wenn alles vorbei ist, zieht sich das Weibchen zurück und ruht sich aus. 
Für alle anderen Fische im Teich beginnt ein Festschmaus. Goldfische sind Kanibalen, fressen ihre Eier und auch kleine Jungfische, die nach etwa 2-3 Tagen aus den Eiern schlüpfen. 
Die Jungfische verstecken sich zwischen Steinen oder in mit Steinen abgesicherten Flachzonen. Dort können die Größeren nicht hin, die Jungen können ungestört aufwachsen und wir können sie gut beobachten.

 

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